Das Leben kann man einfach nicht planen
Neues Jahr, neues Glück. Eigentlich wollte ich einen feucht-fröhlichen Artikel über mein Jahr 2025 schreiben, aber irgendwie ging es schon recht zäh los und die weiße Seite wollte sich einfach nicht mit einem sinnvollen Text füllen lassen. Das sagt schon alles über mein 2025 aus, das vor allem eines nicht war: langweilig. Es war gespickt mit Hochs und Tiefs und müsste ich mir auf dem Rummel ein passendes Fahrgeschäft dafür aussuchen, wäre es eindeutig die Achterbahn mit wilden Loopings. Vielleicht wollte es mir gerade deshalb nicht gelingen, dieses verrückte Jahr in Worte zu fassen. Daher habe ich für mich beschlossen, stattdessen lieber davon zu erzählen, was ich für mich persönlich in 2025 gelernt habe.
Ich bin stark, auch wenn ich mich gerade schwach fühle
Dass das Leben endlich ist und Gesundheit nicht selbstverständlich, hat mir dieses Jahr deutlich vor Augen geführt. Dass man durch die Konfrontation mit dem Tod automatisch sein eigenes Leben überdenkt, ist wahrscheinlich eine sehr menschliche Reaktion. Probleme, die vor diesem traurigen Ereignis durch uns als groß und vielleicht dramatisch eingestuft worden waren, waren nun doch nicht so schlimm. Einige wirkten sogar beinahe lächerlich. Man ärgerte sich auch nicht mehr über die Kinder, weil sie sich ständig stritten und nicht hören wollten. Man freute sich einfach und war dankbar, dass sie da waren. Gesund, laut und voller Lebensfreude.
Natürlich ist es so, dass sich nach einer bestimmten Zeit der Alltag wieder in das Leben einschleicht und es bestimmt. Was ja auch ganz gut ist. Aber irgendwie versuche ich seitdem noch bewusster, mir immer wieder vor Augen zu halten, wie gut es mir doch geht. Wie dankbar ich bin für meine Familie, meine Freunde und für alles, was mich in meinem Leben glücklich macht. Ich weiß, dass das alles nicht selbstverständlich ist. Ganz im Gegenteil. Es kann so schnell vorbei sein.
Und gerade im Angesicht dieser Tatsache, dass wir nur eine begrenzte Zeit auf diesem Planeten verbringen dürfen, ist es doch so wichtig, immer wieder mit sich selbst ins Gespräch zu gehen und herauszufinden, was einem guttut im Leben und was nicht. Was man beruflich wie privat erreichen, erleben oder vielleicht noch ausprobieren möchte.
Es ist auch wichtig, dass man seine Grenzen kennt und sich traut, im richtigen Moment deutlich Nein zu sagen. Ob das zu einer Person ist, zu einem Job, zu einer Verpflichtung die man aufgedrängt bekommt oder zu einem gesellschaftlichen Raster, in das man passen soll. Auch wenn es vielleicht einiges an Mut kostet, es auszusprechen oder durchzuziehen, kann einem dieses kurze Wort so weiterhelfen.
"Nein, ich treffe diese Person nicht mehr, weil sie mir nicht guttut."
"Nein, ich habe keine Zeit, für die Feier auch noch einen Kuchen zu backen."
"Nein, ich werde diesen Job im nächsten Jahr nicht mehr machen."
Wenn man es richtig betrachtet, ist ein Nein auch immer ein Ja zu sich selbst. Je nachdem, um was es sich handelt, gewinnt man mehr Freude, Lebensqualität oder mehr Zeit für Dinge, die einen wirklich glücklich machen. Ich habe selbst ein paar Mal deutlich Nein gesagt in diesem Jahr und bin froh, dass ich den Mut dazu hatte. Gerade bei großen Entscheidungen, die das gewohnte Leben erst mal auf den Kopf stellen, wie in meinem Fall der Wechsel des Arbeitgebers, sollte dies aber schon wirklich gut überlegt sein. Da ist es doch einfacher, das Treffen mit einer Sandkastenfreundin abzusagen, die eh immer nur über sich redet und neben der man sich so klein und langweilig vorkommt.
Apropos langweilig: Das war es mir mit meinen Kindern tatsächlich nicht. Ich bin so gerne Mama und möchte für nichts in der Welt tauschen. Aber, das stelle ich immer öfter fest, es ist einfach eine so große Aufgabe, Kinder zu erziehen. Sie in die richtigen Bahnen zu lenken und ihnen den besten Start ins Leben zu ermöglichen. Was das bedeuten mag entscheidet natürlich jede Familie individuell für sich selbst.
Aktuell merke ich, je älter und eigenständiger die Kinder werden, je mehr sie anfangen zu rebellieren und je mehr auch die Schule sie (über)fordert, dass ich persönliche es als große Herausforderung empfinde, als Mama entspannt und gelassen zu bleiben. Ich wollte es früher nicht glauben, aber das Sprichwort "Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen" macht seinem Namen alle Ehre. Aber gut, wenn wir mal ehrlich sind, hat jedes Alter eines Kindes seine ganz eigenen Themen und Herausforderungen.
Positive Affirmationen und ihre Wirkung
Und weißt du, was ich in diesem Jahr ausprobiert habe? Positive Affirmationen. Ich habe ja schon öfter davon gelesen oder darüber auf Instagram gehört, mich aber nie weiter damit beschäftigt. Dann kam der Herbst und mit ihm die Einschulung meines jüngeren Sohnes, mein Jobwechsel und eine wochenlange Krankheitsphase in meiner Familie. Diese Zeit hat mir körperlich, aber vor allem mental, so viel Kraft gekostet.
Dann habe ich mich in meiner "Verzweiflung" und auf der Suche nach etwas, das mit Halt gibt, abends an den Laptop gesetzt und mir einige positive Affirmationen gestaltet. Diese habe ich mir dann, je nach Stimmung, abwechselnd in meinem Smartphone fest als Sperrbildschirm eingestellt. Denn das hatte ich ja tagsüber immer greifbar in meiner Nähe und so war es mir möglich, diese positiven Affirmationen oft zu lesen.
Und weißt du was? Ich kann dir nicht sagen, wie gut mich diese positiven Affirmationen durch die herausfordernden Wochen getragen haben. In meinem neuen Job habe ich mich anfangs gefühlt wie eine Praktikantin, die nichts auf die Reihe bekommt. Was ja nichts Ungewöhnliches ist, wenn man irgendwo neu beginnt, aber damit hatte ich, mit meinen vielen Jahren Berufserfahrung, wirklich zu kämpfen.
Dabei hat mir z. B. die Affirmation
"Ich gehe meinen Weg in meinem Tempo" so geholfen.
Ich bin jetzt beim Schreiben des Artikels noch so happy damit, dass ich diese Idee hatte. Genau deshalb wird es dazu bald noch mehr von mir geben, so viel kann ich an dieser Stelle schon mal verraten.
Nachträglich eingefügt:
Schau gerne mal in meinem Etsy-Shop vorbei, da kannst du diese positive Affirmationen als Handyhintergrund kaufen. Zum Shop
Ich glaube, das waren im Großen und Ganzen die wichtigsten Erkenntnisse aus meinem Jahr 2025.
Was ich mir für 2026 wünsche?
Mehr Leichtigkeit und weniger Stress im Alltag.
Eine schöne Zeit mit meinen Lieben.
Mehr Ruhe und kleine Auszeiten.
Gesundheit.
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